Führerschein Klasse B

Die Führerschein-Klasse B ist der “klassische” PKW-Führerschein. Was Sie damit außer Autos noch alles fahren dürfen und wie Sie den B-Führerschein erwerben, erfahren Sie hier.

Legt man als Maßstab alle Personen innerhalb Deutschlands zugrunde, die das 18. Lebensjahr bereits vollendet haben, so besitzen nahezu 90 Prozent der Bundesbürger einen Führerschein der Klasse B. Anlass genug also, sich die Voraussetzungen und rechtlichen Rahmenbedingungen dafür einmal genauer zu betrachten.

Ab welchem Alter kann der Führerschein erlangt werden?

Die Fahrerlaubnis der Klasse B ist allen Personen auszuhändigen, die neben einer erfolgreich absolvierten praktischen und theoretischen Prüfung bereits das 18. Lebensjahr vollendet haben. Das bedeutet gleichfalls, dass die Anmeldung zur Fahrschule sowie dem dort stattfindenden Unterricht ab 17,5 Jahren erfolgen darf.

Unabhängig davon ist aber bereits eine Erlangung des Führerscheins mit einem Mindestalter von 17 Jahren möglich. Hierbei handelt es sich um das sogenannte “Begleitete Fahren” (BF17), bei dem der Fahrzeugführer lediglich mit einer zugelassenen Begleitperson am Straßenverkehr teilnehmen darf.

Die Unterlagen zur Beantragung des Führerscheins

Zur Anmeldung in der Fahrschule sollten bestimmte Dokumente vorliegen, können jedoch auch noch nachträglich erledigt werden. Zunächst handelt es sich dabei um ein aktuelles biometrisches Passbild – das später einmal die Fahrerlaubnis zieren wird. Daneben muss ein Sehtest nachgewiesen, der beim Augenarzt oder auch bei einem Optiker absolviert werden kann. Ebenso gilt es, an einem Erste-Hilfe-Kurs zu 9 Unterrichtseinheiten teilgenommen zu haben. Alle diese Unterlagen können meistens auch direkt beim Erste-Hilfe-Kurs erworben werden.

Welche Fahrzeuge berechtigt der Führerschein der Klasse B zu führen?

Der Inhaber darf sich mit Fahrzeugen im Straßenverkehr bewegen, die ein Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen nicht übersteigen. In ihnen ist die Beförderung von bis zu acht Personen möglich. Erlaubt wird somit eine Nutzung der üblichen Personenkraftwagen. Diese können darüber hinaus über einen Anhänger verfügen, der im zulässigen Gesamtgewicht nicht mehr als 750 Kilogramm betragen darf. Daneben schließt der Führerschein der Klasse B auch die Klassen AM und L mit ein.

Befristungen für den Führerschein Klasse B

Bis vor wenigen Jahren war es üblich, dass der Führerschein der Klasse B unbefristet ausgehändigt wurde und somit dauerhaft uneingeschränkt gültig war. Seit dem 19.01.2013 gilt jedoch eine neue rechtliche, europaweite Vorgabe. Der Führerschein ist nunmehr auf lediglich 15 Jahre befristet und muss anschließend umgetauscht werden. Damit wird sichergestellt, dass der Führerschein eine gewisse Aktualität hinsichtlich des Passbildes gewährleistet. Ein abermaliges Absolvieren der Gesundheitstests oder der Fahrprüfung ist vor der Beantragung der neuen Lizenz nicht erforderlich. Ebenso bleiben alle erlaubten Klassen weiterhin bestehen.

Probezeit für den Führerschein Klasse B

Wird der Führerschein erstmalig ausgestellt, so muss der Fahrer ungeachtet des eigenen Alters zunächst eine Probezeit von zwei Jahren einhalten. Dieser Zeitraum soll insbesondere jüngere Fahranfänger schützen und deren Risiko minimieren, in folgenschwere Unfälle verwickelt zu werden. Kommt es während der Probezeit zu Verstößen im Straßenverkehr, so sind verschiedene Sanktionen denkbar. Diese umfassen bei leichteren Fahrmängeln ein Verwarnungsgeld, können bei schwerwiegenden Fehlern aber eine Verlängerung der Probezeit auf vier Jahre hervorrufen. Bei letztgenannter Maßnahme wird zugleich der Besuch eines Aufbauseminars angeordnet. Kommt der Betroffene dieser Aufforderung nicht nach, ist auch ein Entzug der Fahrerlaubnis zulässig.