Führerschein Klasse C

Der Führerschein der Klasse C berechtigt zum Führen von Fahrzeugen über 3,5 to und zum Transport bis zu 8 Personen. Welche Bedingungen dafür gelten und wie Sie einen solchen Führerschein erwerben, erfahren Sie hier.

Fahrzeuge, die man mit dem Führerschein der Klasse C fahren darf

Mit einem Führerschein der Klasse C darf man Kraftfahrzeuge führen, die ein zulässiges Gesamtgewicht von mehr als 3,5 Tonnen aufweisen. Gleichzeitig dürfen diese Fahrzeuge für die Beförderung von höchstens acht Personen – neben dem Fahrer – ausgelegt sein. Darüber hinaus darf man mit diesem Führerschein auch einen Anhänger bewegen, der ein zulässiges Gesamtgewicht von bis zu 750 Kilogramm haben darf.

Beim Führerschein der Klasse C ist zugleich ein Führerschein der Klasse C1 eingeschlossen. Die Klasse C1 bedeutet, dass man Fahrzeuge bewegen darf, die zwischen 3,5 und 7,5 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht auf die Waage bringen. Für den Anhänger gelten die gleichen Vorschriften wie für die Klasse C.

Ganz allgemein geht es bei den Führerscheinen der Klasse C um die Fahrerlaubnis für Lastwagen. In aller Regel wird ein solcher Führerschein von Personen erworben, die entweder als Kraftfahrer tätig werden wollen oder die in einer ähnlichen Branche tätig sind. Hier geht es also in erster Linie um eine berufliche Qualifikation, die mit einigen Auflagen verbunden ist.

Altersgrenzen und Befristungen

Im Gegensatz zum klassischen Führerschein für das Auto gilt bei der Klasse C eine Altersuntergrenze von 21 Jahren. Die Klasse C1 kann man zwar bereits ab 18 Jahren erwerben, allerdings gilt auch hier, dass eine gewerbliche Nutzung eines solchen Führerscheins erst dann erfolgen kann, wenn man mindestens 21 Jahre alt ist.

Eine weitere Besonderheit ist die Tatsache, dass ein Führerschein der Klasse C grundsätzlich nur befristet erteilt wird. Diese Fahrerlaubnis wird zunächst nur für einen Zeitraum von fünf Jahren erteilt. Danach muss der Inhaber des Führerscheins einen sogenannten Gesundheits-Check absolvieren und das Ergebnis dieser Untersuchung zusammen mit einem Gutachten vom Augenarzt bei der zuständigen Behörde vorlegen. Erst auf dieser Grundlage ist eine Verlängerung des Führerscheins um weitere fünf Jahre möglich.

In bestimmten Fällen ist es auch möglich, einen Führerschein der Klasse C bereits mit 18 Jahren zu erwerben. Allerdings muss man dazu eine Ausbildung in einem entsprechenden Beruf zumindest bereits begonnen haben.

Erwerb des Führerscheins

Die theoretischen Kenntnisse für den Führerschein der Klasse C werden in zwei Abschnitten vermittelt. Einerseits sind zwölf Doppelstunden (à 90 Minuten) nötig, um den Grundstoff kennenzulernen. Wer bereits einen anderen Führerschein besitzt, muss allerdings nur sechs Doppelstunden absolvieren. Der spezifische Stoff wird dann in zehn weiteren Doppelstunden vermittelt. Wer schon den Führerschein der Klasse C1 oder D1 besitzt, kommt mit vier Doppelstunden aus, wer einen Führerschein der Klasse D hat, muss sogar nur zwei Doppelstunden Theorie absolvieren.

In der Praxis sind vor allem die Sonderfahrten wichtig, da es in der Regel um eine Erweiterung der Klasse B geht. In diesem Fall sind fünf Überland-Fahrstunden, zwei Fahrstunden auf der Autobahn sowie drei Fahrstunden im Dunkeln notwendig. Bei einer Erweiterung von der Klasse C1 reduziert sich der Aufwand auf drei Überland-Stunden, eine Autobahn-Stunde und eine Fahrtstunde bei Dunkelheit. Die Fahrprüfung selbst dauert 75 Minuten.

Die Kosten eines solchen Führerscheins sind unterschiedlich, oft beteiligt sich daran jedoch der Arbeitgeber, in vielen Fällen werden die Kosten sogar ganz übernommen. Eine Übernahme der Kosten kann auch im Zuge eine Weiterbildungsmaßnahme durch die Arbeitsagentur und die Jobcenter gewährleistet sein.